Notfunknetzwerk in Dortmund

MeshCore Dortmund

Dortmund hat ein aktives MeshCore-Mesh-Netzwerk mit Repeatern im Stadtgebiet. Helfen Sie, die Abdeckung in Ihrem Stadtteil zu erweitern — jeder Knotenpunkt stärkt die Kommunikation im gesamten östlichen Ruhrgebiet.

Notfallkommunikation für das Herz des östlichen Ruhrgebiets

Dortmund ist mit knapp 600.000 Einwohnern die größte Stadt im östlichen Ruhrgebiet und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Die Emscher, die das Stadtgebiet durchfließt, wurde jahrzehntelang als offener Abwasserkanal genutzt und wird derzeit in einem der größten Infrastrukturprojekte Europas renaturiert. Gleichzeitig zeigen Starkregenereignisse wie das Tief Bernd im Juli 2021 — das Teile des nahen Hagener Raums verwüstete — wie verwundbar die Region bei Extremwetter ist.

Freiwillige in Dortmund betreiben ein MeshCore-Mesh-Netzwerk, das Nachrichten ohne Mobilfunk, Internet oder Netzstrom weiterleitet. Das leicht hügelige Gelände zwischen dem Ruhrtal im Süden und der Emscherniederung im Norden bietet gute Voraussetzungen für Repeater-Standorte. Die Industriebrachen und der Strukturwandel schaffen zudem eine Stadt im Wandel, in der dezentrale, bürgergestützte Infrastruktur wie ein Mesh-Netzwerk besonders wertvoll ist.

Wie Dortmunds Geografie die Mesh-Abdeckung begünstigt

Hügelland zwischen Ruhr und Emscher

Dortmund liegt im Übergangsbereich zwischen der flachen Emscherniederung im Norden und den Ausläufern des Sauerlands im Süden. Die Hohensyburg (245 m) an der Ruhr, die Halde Großes Holz und die Deponie Dortmund-Nordost bieten erhöhte Standorte mit weiter Sicht über das Stadtgebiet. Ein Repeater an der Hohensyburg kann theoretisch den gesamten südlichen Stadtbereich bis in die Innenstadt erreichen.

Emscherumbau und neue Infrastruktur

Der Emscherumbau verwandelt den einstigen Industriefluss in eine Grün- und Erholungsachse durch das Ruhrgebiet. Entlang dieser neuen Korridor-Landschaft entstehen offene Flächen, die die Funkausbreitung begünstigen. Gleichzeitig ist der Umbau ein Jahrzehntprojekt, bei dem die Infrastruktur im Umfeld der Emscher besonders im Wandel ist — ein Mesh-Netzwerk bietet hier eine stabile Kommunikationsebene.

Starkregengefahr und Senkenlagen

Dortmunds Topografie umfasst zahlreiche Senken und Mulden, in denen sich Wasser bei Starkregen sammelt. Die Ereignisse von Juli 2021 im benachbarten Hagen und Wuppertal zeigen, welche Wassermassen innerhalb weniger Stunden entstehen können. Kellerräume mit Telekommunikationsinfrastruktur liegen oft in genau diesen Tiefpunkten — ein Mesh-Netzwerk oberhalb des Wasserspiegels bleibt funktionsfähig.

Verdichtete Arbeitersiedlungen und Neubaugebiete

Dortmunds Stadtteile reichen von den gründerzeitlichen Arbeitervierteln in der Nordstadt über die Siedlungen des Bergbaus bis zu modernen Neubaugebieten am Phoenixsee. Die dichten Wohnquartiere in der Nordstadt und Hörde bieten kurze Mesh-Verbindungen, während das Phoenixsee-Quartier als neues Wohngebiet von Anfang an in das Mesh-Netzwerk eingebunden werden kann.

Wie das Mesh-Netzwerk in Dortmund funktioniert

MeshCore nutzt das genehmigungsfreie 868-MHz-LoRa-Band für verschlüsselte Nachrichten zwischen batteriebetriebenen Geräten. In Dortmund verbinden Repeater auf den Hügeln und Halden die einzelnen Stadtteile zu einem zusammenhängenden Netzwerk. Von der Hohensyburg im Süden bis zu den Halden im Norden entsteht so ein Funknetz, das unabhängig von Mobilfunkmasten und Glasfaserkabeln arbeitet.

Sie koppeln ein kompaktes LoRa-Gerät (ab ca. 25 €) per Bluetooth mit Ihrem Smartphone und kommunizieren über eine kostenlose App. Freiwillige Repeater auf Dächern, Halden und in Fenstern halten das Netzwerk aktiv. Je mehr Dortmunderinnen und Dortmunder teilnehmen, desto dichter wird die Abdeckung. Mehr über die Funktionsweise erfahren.

Die Stadtteile hinter Dortmunds Mesh-Abdeckung

Innenstadt & Nordstadt

Das Dortmunder Zentrum rund um den Hauptbahnhof und Westenhellweg ist das Herz der Stadt. Die Nordstadt nördlich des Walls gehört zu den am dichtesten besiedelten Vierteln des Ruhrgebiets. Hier sind die Abstände zwischen den Gebäuden kurz, was ideale Mesh-Bedingungen schafft. Repeater auf den höheren Gebäuden am Wall oder dem Dortmunder U könnten den gesamten Innenstadtring abdecken.

Hörde, Phoenixsee & Aplerbeck

Der Dortmunder Süden hat sich durch den Phoenixsee vom Industriestandort zum attraktiven Wohnquartier gewandelt. Die offene Wasserfläche des Sees begünstigt die Funkausbreitung, und die Neubauten am Ufer bieten moderne Repeater-Standorte. Gleichzeitig steigt das Gelände nach Süden zur Hohensyburg an — ein strategisch wertvoller Punkt für einen Repeater, der Hörde mit dem gesamten südlichen Stadtgebiet verbindet.

Brackel, Wickede & Asseln

Der östliche Stadtbereich erstreckt sich vom Stadion Richtung Flughafen und Unna. Das leicht hügelige Gelände bietet moderate Erhöhungen für Repeater-Standorte. Das BVB-Stadion (Signal Iduna Park) mit seinen 81.000 Plätzen ist ein Ort, an dem Mobilfunküberlastung bei Spieltagen zum Alltag gehört. Mesh-Knotenpunkte im Osten schließen die Lücke zwischen Innenstadt und den angrenzenden Gemeinden.

Mengede, Huckarde & Emscher-Nord

Dortmunds nördliche Stadtteile entlang der Emscher befinden sich im Zentrum des Emscherumbaus. Die neuen Grünflächen und renaturierten Ufer schaffen offene Korridore für Funkausbreitung. Gleichzeitig ist dieses Gebiet durch die ehemalige Industrienutzung und die Nähe zur Emscher bei Starkregen gefährdet. Mesh-Knotenpunkte hier verbinden den Dortmunder Norden mit dem Stadtnetz und dem angrenzenden Essener und Bochumer Mesh.

Dortmund und MeshCore: Wann das Netzwerk zählt

  • Starkregen und Überflutung — Das Tief Bernd 2021 traf das nahe Hagen und Wuppertal mit verheerenden Wassermassen. Dortmund blieb knapp verschont, doch die gleichen Wettermuster können jederzeit die Emschersenke und die Dortmunder Tallagen treffen. MeshCore funktioniert über die Luft, ohne Keller und Kabel, die bei Überflutung zuerst ausfallen.

  • Großereignisse am Westfalenstadion — Der Signal Iduna Park fasst 81.000 Zuschauer. An Spieltagen ist das Mobilfunknetz in der Umgebung regelmäßig überlastet. MeshCore arbeitet auf dem 868-MHz-LoRa-Band und wird von Mobilfunkstaus nicht beeinträchtigt — eine zuverlässige Kommunikationsebene auch bei Massenveranstaltungen.

  • Industriealtlasten und Bodensenkungen — Der Bergbau hat in Dortmund Spuren hinterlassen: Bodensenkungen können Versorgungsleitungen und Telekommunikationskabel beschädigen. Bei einem spontanen Leitungsbruch fällt die Kommunikation lokal aus. MeshCore braucht keine unterirdische Infrastruktur — die Nachrichten gehen über die Luft.

  • Wintersturm und Eisregen — Die Lage am Rand des Sauerlandes macht Dortmund anfällig für Eisregen und Schneelast, die Oberleitungen und Sendemasten beschädigen. Beim Eisregen im Sauerland 2005 fielen großflächig Strom und Telekommunikation aus. MeshCore ist konzipiert für den Betrieb ohne Infrastruktur — batteriebetrieben und sturmsicher.

Dortmunds Mesh-Netzwerk: Jetzt einsteigen

1

LoRa-Gerät besorgen

Wählen Sie ein MeshCore-kompatibles Gerät ab ca. 25 €. Unser Geräteberater zeigt passende Modelle — ob Taschengerät oder Solarrepeater für die Halde in Ihrem Stadtteil.

2

Firmware aufspielen und koppeln

MeshCore-Firmware installieren oder vorinstalliertes Gerät kaufen. Bluetooth-Kopplung mit dem Smartphone dauert nur Minuten. Unsere Anleitung begleitet Sie durch die Einrichtung.

3

Abdeckung in Ihrem Stadtteil erweitern

Ihr aktives Gerät wird Teil des Dortmunder und Ruhrgebiets-Mesh-Netzwerks. In Fensternähe aufgestellt oder als Repeater auf dem Dach — gerade auf den Halden und Hügeln erreicht ein einzelnes Gerät enorme Reichweiten und verbindet Dortmund mit den Nachbarstädten.

Häufige Fragen zum Dortmunder Mesh-Netzwerk

Was macht MeshCore für Dortmund relevant?

Dortmund liegt in einer Region, die durch Starkregen, den Emscherumbau und die Folgen des Bergbaus besondere Infrastrukturrisiken trägt. MeshCore ist konzipiert für den Betrieb ohne Mobilfunkmasten, Internet oder Netzstrom — ein sinnvolles Vorsorgewerkzeug für das östliche Ruhrgebiet. Es ersetzt nicht den Notruf 112, bietet aber eine unabhängige Kommunikationsebene.

Welche Reichweite kann ich in Dortmund erwarten?

In der dicht bebauten Nordstadt erzielen Sie 500 Meter bis 2 Kilometer. Von den Halden und der Hohensyburg aus sind Sichtverbindungen von 5 bis 10 Kilometern möglich — genug, um den gesamten südlichen Stadtbereich zu überblicken. Das Ruhrgebiet profitiert davon, dass die Halden der ehemaligen Zechen als natürliche Funkerhöhungen dienen.

Ist MeshCore in Dortmund genehmigungsfrei?

Ja. Das 868-MHz-ISM-Band ist in Deutschland nach der BNetzA-Allgemeinzuteilung genehmigungsfrei. Kein Antrag, keine Gebühren, keine Registrierung. Gerät kaufen und sofort loslegen.

Helfen Sie, Dortmunds Mesh-Netzwerk auszubauen

Das Netzwerk wächst — von der Nordstadt bis Hörde, von Mengede bis Brackel. Jedes Gerät stärkt die Abdeckung im östlichen Ruhrgebiet. Ab ca. 25 €, keine Abonnements, keine Folgekosten.