Notfunknetzwerk in Frankfurt am Main

MeshCore Frankfurt

Frankfurt am Main hat ein aktives MeshCore-Mesh-Netzwerk mit Repeatern im Stadtgebiet. Helfen Sie, die Abdeckung in Ihrem Stadtteil zu erweitern — jeder neue Knotenpunkt macht das Netzwerk robuster.

Notfallkommunikation für Europas Finanzzentrum

Frankfurt am Main ist mit 770.000 Einwohnern zwar keine Millionenstadt, aber als Sitz der Europäischen Zentralbank, des Frankfurter Flughafens und des DE-CIX — dem größten Internet-Austauschknoten der Welt — ein Zentrum kritischer Infrastruktur von europäischer Bedeutung. Die Stadt liegt am Main im Rhein-Main-Graben, umgeben von Taunus im Norden und Odenwald im Süden. Mainhochwasser tritt regelmäßig auf, und die Konzentration von Finanz- und Verkehrsinfrastruktur macht die Region besonders verwundbar bei großflächigen Ausfällen.

Freiwillige in Frankfurt betreiben ein MeshCore-Mesh-Netzwerk, das verschlüsselte Nachrichten ohne Mobilfunk, Internet oder Netzstrom weiterleitet. Die einzigartige Skyline bietet mit ihren Hochhäusern ideale Repeater-Standorte, während der Main als offener Funkkorridor die nördlichen und südlichen Stadtteile verbindet. Das Netzwerk wächst, aber gerade in den Main-Ufergebieten und den Vororten fehlen noch Knotenpunkte.

Warum herkömmliche Netze in Frankfurt an ihre Grenzen stoßen

Skyline als Repeater-Infrastruktur

Frankfurt besitzt die einzige echte Hochhausskyline Kontinentaleuropas. Der Commerzbank Tower (259 m), der Messeturm (257 m) und dutzende weitere Hochhäuser bieten Standorte, von denen ein einzelner Repeater theoretisch das gesamte Stadtgebiet und Teile des Umlandes erreichen kann. Selbst ein Gerät in einem Bürofenster auf halber Höhe eines Hochhauses liefert Abdeckung, die in flacheren Städten unerreichbar wäre.

Main-Korridor und Rhein-Main-Ebene

Der Main durchfließt Frankfurt von Ost nach West und schafft eine offene Schneise, die Funksignale begünstigt. Die Rhein-Main-Ebene ist eine der flachsten Regionen Süddeutschlands — LoRa-Signale breiten sich hier über große Distanzen aus. Repeater an den Mainbrücken und am Sachsenhäuser Ufer können die Stadt von Fechenheim bis Höchst verbinden.

Taunus-Höhenzug im Norden

Der Taunuskamm erhebt sich unmittelbar nördlich von Frankfurt bis auf über 800 Meter. Obwohl der Taunus die Funkausbreitung nach Norden begrenzt, bieten die Hänge oberhalb von Oberursel und Kronberg ideale Repeater-Standorte mit Panoramablick über die gesamte Rhein-Main-Region. Von hier aus lassen sich Sichtverbindungen bis nach Darmstadt und Mainz herstellen.

Kritische Infrastrukturkonzentration

In Frankfurt treffen Finanzsektor, Flughafen, Autobahnkreuz und der weltweit größte Internet-Knoten aufeinander. Ein einzelner Vorfall — ob Cyberangriff, großflächiger Stromausfall oder Naturereignis — kann kaskadierende Auswirkungen auf die gesamte Kommunikationsinfrastruktur haben. Ein dezentrales Mesh-Netzwerk bietet genau die Unabhängigkeit, die in einer solchen Krise gebraucht wird.

MeshCore in Frankfurt: Vom Knotenpunkt zur Nachricht

MeshCore nutzt das genehmigungsfreie 868-MHz-LoRa-Band für verschlüsselte Nachrichten zwischen batteriebetriebenen Geräten. In Frankfurt profitiert das Netzwerk von der Höhe der Bankenviertel-Hochhäuser: Ein Repeater in einem Fenster im 20. Stock kann Stadtteile vernetzen, die kilometerweit auseinander liegen. Nachrichten springen von Gerät zu Gerät, bis sie ihr Ziel erreichen — ganz ohne zentrale Infrastruktur.

Sie koppeln ein kompaktes LoRa-Gerät (ab ca. 25 €) per Bluetooth mit dem Smartphone und kommunizieren über eine kostenlose App. Freiwillige Repeater — auf Dächern, in Bürofenstern, teils solarbetrieben — verbinden die Stadtteile. Je mehr Frankfurterinnen und Frankfurter teilnehmen, desto engmaschiger wird das Netz. Mehr über die Funktionsweise erfahren.

Frankfurts Stadtteile im Mesh-Netzwerk

Innenstadt & Bankenviertel

Frankfurts Zentrum vereint die Hochhäuser des Bankenviertels mit der historischen Altstadt am Römerberg. Die Skyline bietet einzigartige Repeater-Möglichkeiten: Bereits ein Gerät auf mittlerer Höhe eines Bankentowers kann das gesamte innerstädtische Mesh-Netzwerk stärken. Die Nähe zum Main und die offene Museumsufer-Promenade begünstigen die Verbindung nach Sachsenhausen.

Sachsenhausen & Main-Südufer

Sachsenhausen liegt südlich des Mains und steigt zur Sachsenhäuser Warte hin an. Diese leichte Erhöhung bietet Repeater-Standorte mit Blick über den Main auf die Skyline. Bei Mainhochwasser sind die Uferbereiche entlang des Schaumainkai gefährdet — genau dort, wo eine Mesh-Verbindung die Kommunikation aufrechterhalten könnte, wenn konventionelle Netze ausfallen.

Bockenheim, Westend & Messe

Der westliche Innenstadtring von Bockenheim über Westend bis zur Messe Frankfurt umfasst dicht besiedelte Wohnquartiere und den Messeturm als markanten Hochpunkt. Die Grünanlage entlang des Alleenrings und der Palmengarten bilden offene Schneisen für die Funkausbreitung. Zusätzliche Knotenpunkte in Bockenheim könnten die Abdeckung vom Universitätscampus bis Rödelheim erweitern.

Fechenheim, Bergen-Enkheim & Maintal

Frankfurts östliche Stadtteile erstrecken sich entlang des Mains Richtung Hanau. Das flache Maintal ermöglicht große Funkreichweiten, doch die Entfernung zum Bankenviertel bedeutet, dass hier eigenständige Repeater-Standorte nötig sind. Die Berger Höhe oberhalb von Bergen-Enkheim bietet eine gute Position für einen Repeater, der den Frankfurter Osten mit dem Stadtzentrum verbinden könnte.

Vier Szenarien, in denen Frankfurt MeshCore braucht

  • Mainhochwasser und Uferbezirke — Der Main tritt regelmäßig über die Ufer und flutet das Museumsufer, den Schaumainkai und Teile von Fechenheim. Kellerverteiler der Telekommunikation liegen oft in den überflutungsgefährdeten Zonen. MeshCore funktioniert über die Luft und braucht keine unterirdische Infrastruktur.

  • Cyberangriff auf Finanzinfrastruktur — Als Sitz der EZB und zahlreicher Großbanken ist Frankfurt ein erstrangiges Ziel für Cyberangriffe. Ein erfolgreicher Angriff auf die Kommunikationsinfrastruktur könnte Mobilfunk und Internet gleichzeitig lahmlegen. MeshCore arbeitet völlig unabhängig vom Internet und konventionellen Telekommunikationsnetzen.

  • Flughafenstörung und Verkehrschaos — Frankfurts Flughafen ist der größte Deutschlands und ein Knotenpunkt des Straßen- und Schienenverkehrs. Großstörungen wie der Stellwerksausfall 2023 oder ein Flugsicherheitsvorfall können den gesamten Rhein-Main-Verkehr lahmlegen und die Mobilfunknetze durch Millionen gleichzeitiger Anrufe überlasten.

  • Sommergewitter und Starkregenzellen — Die Rhein-Main-Region erlebt im Sommer regelmäßig schwere Gewitterzellen mit Starkregen und Hagel. Im Juni 2021 überflutete ein Starkregenereignis Unterführungen und Kellergeschosse in der Frankfurter Innenstadt. MeshCore ist konzipiert für den Betrieb ohne Infrastruktur — ein verlässliches Werkzeug, wenn Gewitter die konventionellen Netze stören.

Frankfurts Mesh-Netzwerk stärken: So geht's

1

LoRa-Gerät besorgen

Wählen Sie ein MeshCore-kompatibles Funkgerät ab ca. 25 €. In unserem Geräteberater finden Sie das passende Modell — ob Taschengerät oder Solarrepeater für Ihr Bürofenster in der Skyline.

2

Firmware aufspielen und koppeln

MeshCore-Firmware installieren oder ein vorinstalliertes Gerät kaufen. Bluetooth-Kopplung mit dem Smartphone geht in Minuten. Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung begleitet Sie.

3

Abdeckung in Ihrem Stadtteil erweitern

Sobald aktiv, ist Ihr Gerät Teil des Frankfurter Mesh-Netzwerks. In Fensternähe aufgestellt oder als Repeater auf dem Dach — gerade in den höheren Stockwerken der Frankfurter Hochhäuser erreicht ein einzelnes Gerät enorme Reichweiten und stärkt das gesamte Netz.

Fragen und Antworten zu MeshCore in Frankfurt

Was macht MeshCore für Frankfurt besonders relevant?

Frankfurt konzentriert europaweit bedeutende Finanz-, Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur auf engem Raum. MeshCore ist konzipiert für den Betrieb ohne Mobilfunkmasten, Internet oder Netzstrom — und bietet damit eine unabhängige Kommunikationsebene für Szenarien, in denen die konventionelle Infrastruktur ausfällt. Es ersetzt nicht den Notruf 112, ergänzt aber die Krisenvorsorge um eine dezentrale Schicht.

Welche Reichweite erziele ich in Frankfurt?

In den Straßenschluchten des Bankenviertels liegen die Reichweiten bei 300 Metern bis 1 Kilometer. Bereits ein Stockwerk höher verbessert sich das drastisch. Von einem Fenster im 15. Stock sind 3 bis 8 Kilometer realistisch. Über den Main und vom Taunushang aus sind Sichtverbindungen von über 10 Kilometern möglich — Frankfurts Hochhäuser machen den entscheidenden Unterschied.

Ist MeshCore in Frankfurt genehmigungsfrei?

Ja. MeshCore nutzt das 868-MHz-ISM-Band, das in Deutschland nach der BNetzA-Allgemeinzuteilung genehmigungsfrei ist. Keine Lizenz, keine Anmeldung, keine Gebühren — Gerät kaufen und sofort nutzen.

Helfen Sie, Frankfurts Mesh-Netzwerk zu stärken

Das Netzwerk ist aktiv und wächst. Ob Sie im Nordend oder in Sachsenhausen wohnen, im Bankenviertel arbeiten oder in Höchst leben — Ihr Gerät erweitert die Abdeckung. Ab ca. 25 €, keine laufenden Kosten.